Matthäusgemeinde Mannheim

Evangelische

Gemeinde Feudenheim

in Mannheim

Veranstaltungen

Sinfoniekonzert

TonArt Heidelberg

Sonntag, 14. Juli 2019 | 17 Uhr
Epiphaniaskirche

Eintritt 15 € | erm. 10
Tickets an der Abendkasse und unter www.tonart-heidelberg.de

TonArt Heidelberg
Dorothea Stepp, Violine
Leitung: Knud Jansen

Programm:
Richard Wagner (1813-1883): Huldigungsmarsch
Emanuele Savagnone (*1997): Ostenlicht (Uraufführung)
Jean Sibelius (1865-1957): Violinkonzert (Dorothea Stepp, Violine)
Alexander Glasunow (1865-1936): Sinfonie Nr. 7, op. 77

Dorothea Stepp wurde 1996 als sechstes von sieben Kindern in Stuttgart geboren. Ihren ersten Violinunterricht erhielt sie an der Stuttgarter Musikschule bei Ulrike Abdank. 2006 wechselte sie zu Prof. Ina Kertscher an die Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und studierte dort bis 2014 am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF). Von 2014 bis 2016 war sie zunächst Jungstudentin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Antje Weithaas, bei der sie auch heute noch studiert. Ausserdem ist sie Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und nimmt dort an den Intensiv-Wochen teil.

Von 2009 bis 2013 war Dorothea Stepp jedes Jahr Teilnehmerin des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in den Kategorien Violine solo, Duo Streicher/Klavier, Klavierkammermusik sowie Streicherkammermusik und erspielte sich insgesamt sieben 1. Bundespreise, zahlreiche Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben und den „Diethard-Wucher-Preis“. 2010 erhielt sie mit ihrem Klavierquintett beim Schleswig-Holstein Musik Festival den „Sparkassen-Förderpreis“. Ausserdem gewann sie im Jahr 2009 den 1. Preis beim internationalen „Concours FLAME“ in Paris und den 2. Preis beim „Internationalen Hindemith Wettbewerb“ in Berlin. Im März 2018 wurde sie beim „Deutschen Musikwettbewerb“ als Finalistin in der Kategorie Solo ausgezeichnet und erhielt ein Stipendium für die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler (BAKJK).

Dorothea Stepp konzertierte bereits beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie den Brandenburgischen Sommerkonzerten und spielte im Sendesaal Bremen, im NDR Sendesaal Hannover und im Konzerthaus Berlin. Solistisch trat sie u. a. mit dem Hochschulorchester Hannover, dem regionalen Jugendorchester, dem Jugendsinfonieorchester Hannover, dem Kurpfälzischen Kammerorchester und mit dem Trend Chamber Orchestra Newark auf. Sie ist Mitglied des ENSEMBLES ESPERANZA, das aus Stipendiatinnen und Stipendiaten der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein besteht und 2018 mit einem „OPUS KLASSIK“ ausgezeichnet wurde.

Nachdem die Deutsche Stiftung Musikleben ihr bereits 2009 eine Violine aus dem Salzburger Raum als Leihgabe zur Verfügung stellte, spielt Dorothea Stepp als Preisträgerin des Instrumentenwettbewerbs 2012 der Deutschen Stiftung Musikleben eine Violine von Carlo Tononi aus dem Jahr 1727.

Zum Programm:

München - Hämeenlinna - St. Petersburg - Mannheim

4. Mai 1864: Ludwig II, nach dem Tod seines Vaters gerade erst zum König gesalbt, befiehlt als einen seiner ersten Amtsakte, den bewunderten, verehrten, vergötterten Richard Wagner zu ihm zu bringen. Der war gerade hoch verschuldet vor seinen Gläubigern aus Wien geflohen. Der König übernimmt Wagners Schulden, stellt ihm ein Haus zur Verfügung und bezahlt alle Kosten des Wagner'schen Schaffens. Zum 19. Geburtstag des jungen Königs schreibt Wagner den Huldigungsmarsch.

Im Dezember 1865 stellt man Ludwig II. ein Ultimatum: entweder würde Wagner aus München entfernt oder die Regierung träte geschlossen zurück.

Wagner verlässt München; aber ohne seinen Förderer gäbe es wahrscheinlich keinen Ring, die Meistersinger wären nicht vollendet, der Parsifal wohl kaum geschrieben und die Bayreuther Festspiele sicherlich nicht gegründet worden. ...

1903 wird die Stadthalle Heidelberg zu den Klängen des Huldigungsmarsches eröffnet.

Am 8. Dezember 1865, in Hämeenlinna, 2200 km nordnordöstlich von München, bringt Frau Maria Charlotte Sibelius geborene Borg ein Kind zur Welt. Drei Jahre später stirbt der Vater, und Janne, wie der Junge gerufen wird, wächst als Halbwaise auf. Sein Onkel, der Schiffskapitän Johann Sibelius - eine legendäre Person in der Familie - war 1864 auf einer Atlantikfahrt an Gelbfieber gestorben, und Janne findet später im Nachlass seines Onkels einen Packen Visitenkarten, auf denen sein Vorname nach damaliger, unter Handelsschiffern üblicher Sitte auf französisch geschrieben war: Jean Sibelius. Diese Visitenkarten nimmt er in Gebrauch, als er dabei ist, seine Künstlerlaufbahn anzutreten. 1903 schreibt er das Violinkonzert in D-Moll

Am 10. August 1865 erlebt - noch etwas weiter im Nordosten - in einer wohlhabenden Familie in St. Petersburg, Alexander Glasunow etwas einmaliges - seine Geburt. Die Voraussetzungen für die erfolgreiche musikalische Erziehung sind ideal: Seine Familie ist wohlhabend, sein Vater spielt Violine, seine Mutter ist eine begnadete Pianistin. Der Junge wird Komponist, und schreibt 1902 seine 7 Sinfonie - sie wird 1903 zum ersten Mal aufgeführt.

1903: ein Papst stirbt, ein Papst wird gewählt, die erste Tour de France startet in Paris, Kaiser Wilhelm II ist Staatsoberhaupt in Deutschland, Theodore Roosevelt amerikanischer Präsident, die Sozialdemokraten erhalten noch 31,7 % der Wählerstimmen, der ASV Feudenheim wir gegründet und in Manchester geht der Kampf um Frauenrechte mit der Gründung der "National Women's Social and Political Union" in die nächste Runde ...

Das Sinfonieorchester TonArt Heidelberg e.V. würdigt diese Zeit

            mit dem Huldigungsmarsch von Richard Wagner,
            mit dem Violinkonzert in D-Moll von Jean Sibelius - Solistin ist Dorothea Stepp,
            mit der 7. Sinfonie von Alexander Glasunow,
            und mit Ostenlicht I - einer Uraufführung von Emanuele Savagnone.

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