Matthäusgemeinde Mannheim

Evangelische

Gemeinde Feudenheim

in Mannheim

Veranstaltungen

Sinfoniekonzert

TonArt Heidelberg

Sonntag, 14. Juli 2019 | 17 Uhr
Epiphaniaskirche

Eintritt 15 € | erm. 10
Tickets an der Abendkasse und unter www.tonart-heidelberg.de

TonArt Heidelberg
Alexander Kim, Violine (Umbesetzung)
Leitung: Knud Jansen

Programm:
Richard Wagner (1813-1883): Huldigungsmarsch
Emanuele Savagnone (*1997): Ostenlicht (Uraufführung)
Jean Sibelius (1865-1957): Violinkonzert (Alexander Kim, Violine)
Alexander Glasunow (1865-1936): Sinfonie Nr. 7, op. 77

Alexander (Won-Ho) Kim, geboren 1992 in Südkorea, kam 1996 nach Deutschland und hatte im Alter von sechs Jahren seinen ersten Geigenunterricht bei Herrn Houssam Mayas an der Westfälischen Schule für Musik in Münster. Von 2002 bis 2013 war er Jungstudent an der Musikhochschule in Münster bei Prof. Helge Slaatto. Seit 2013 ist er Student bei Prof. Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Weitere musikalische Akzente erhielt er durch Meisterkurse bei Rainer Kussmaul, Ana Chumachenko und Zakhar Bron.

2007 konnte Alexander Kim bei einem Jugendwettbewerb in Kopenhagen, ausgeschrieben von der dänischen Tageszeitung Berlinske Tidende, eine Goldmedaille gewinnen und wurde beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie „Alte Musik” mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

2010 gewann er beim Bundeswettbewerb von “Jugend musiziert” in Lübeck den 1. Preis in der Kategorie „Violine Solo”. Außerdem erhielt er im September 2012 den Förderpreis Rising Stars des Initiativkreises Mönchengladbach. Auf Empfehlung der Deutschen Stiftung Musikleben spielte er im Sommer 2012 beim Rheingau Musik Festival in der Reihe Junge Virtuosen.

Alexander Kim trat als Solist bereits im Konzerthaus Dortmund mit dem Orchester der Nationen sowie mit dem Zürcher Kammerorchester in der Tonhalle Zürich auf.

Die Deutsche Stiftung Musikleben stellt Alexander Kim eine Violine von Nicolaus Gagliano (Neapel, 1769) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds zur Verfügung.

Als Finalist des TONALi14 Musikwettbewerbes spielte er am 6. September 2014 im großen Saal der Hamburger Laeiszhalle das Violinkonzert von P. Tschaikowski gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Alexander Shelley.

Zum Programm:

München - Hämeenlinna - St. Petersburg - Mannheim

4. Mai 1864: Ludwig II, nach dem Tod seines Vaters gerade erst zum König gesalbt, befiehlt als einen seiner ersten Amtsakte, den bewunderten, verehrten, vergötterten Richard Wagner zu ihm zu bringen. Der war gerade hoch verschuldet vor seinen Gläubigern aus Wien geflohen. Der König übernimmt Wagners Schulden, stellt ihm ein Haus zur Verfügung und bezahlt alle Kosten des Wagner'schen Schaffens. Zum 19. Geburtstag des jungen Königs schreibt Wagner den Huldigungsmarsch.

Im Dezember 1865 stellt man Ludwig II. ein Ultimatum: entweder würde Wagner aus München entfernt oder die Regierung träte geschlossen zurück.

Wagner verlässt München; aber ohne seinen Förderer gäbe es wahrscheinlich keinen Ring, die Meistersinger wären nicht vollendet, der Parsifal wohl kaum geschrieben und die Bayreuther Festspiele sicherlich nicht gegründet worden. ...

1903 wird die Stadthalle Heidelberg zu den Klängen des Huldigungsmarsches eröffnet.

Am 8. Dezember 1865, in Hämeenlinna, 2200 km nordnordöstlich von München, bringt Frau Maria Charlotte Sibelius geborene Borg ein Kind zur Welt. Drei Jahre später stirbt der Vater, und Janne, wie der Junge gerufen wird, wächst als Halbwaise auf. Sein Onkel, der Schiffskapitän Johann Sibelius - eine legendäre Person in der Familie - war 1864 auf einer Atlantikfahrt an Gelbfieber gestorben, und Janne findet später im Nachlass seines Onkels einen Packen Visitenkarten, auf denen sein Vorname nach damaliger, unter Handelsschiffern üblicher Sitte auf französisch geschrieben war: Jean Sibelius. Diese Visitenkarten nimmt er in Gebrauch, als er dabei ist, seine Künstlerlaufbahn anzutreten. 1903 schreibt er das Violinkonzert in D-Moll

Am 10. August 1865 erlebt - noch etwas weiter im Nordosten - in einer wohlhabenden Familie in St. Petersburg, Alexander Glasunow etwas einmaliges - seine Geburt. Die Voraussetzungen für die erfolgreiche musikalische Erziehung sind ideal: Seine Familie ist wohlhabend, sein Vater spielt Violine, seine Mutter ist eine begnadete Pianistin. Der Junge wird Komponist, und schreibt 1902 seine 7 Sinfonie - sie wird 1903 zum ersten Mal aufgeführt.

1903: ein Papst stirbt, ein Papst wird gewählt, die erste Tour de France startet in Paris, Kaiser Wilhelm II ist Staatsoberhaupt in Deutschland, Theodore Roosevelt amerikanischer Präsident, die Sozialdemokraten erhalten noch 31,7 % der Wählerstimmen, der ASV Feudenheim wir gegründet und in Manchester geht der Kampf um Frauenrechte mit der Gründung der "National Women's Social and Political Union" in die nächste Runde ...

Das Sinfonieorchester TonArt Heidelberg e.V. würdigt diese Zeit

            mit dem Huldigungsmarsch von Richard Wagner,
            mit dem Violinkonzert in D-Moll von Jean Sibelius - Solistin ist Alexander Kim,
            mit der 7. Sinfonie von Alexander Glasunow,
            und mit Ostenlicht I - einer Uraufführung von Emanuele Savagnone.

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