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Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens

Stummfilm in der Epiphaniaskirche mit dem Trio Contraste

„Eine Symphonie des Grauens“ – so lautet der Untertitel des Stummfilms „Nosferatu“ von Friedrich Wilhelm Murnau, des legendären Horrorfilms von 1922. Das Drehbuch für Murnaus düsteren Film über einen Vampir stammt von Henrik Galeen in Anlehnung an den Roman „Dracula“ von Bram Stoker. In Galeens Skript tritt ein Vampir in Gestalt des Grafen Orlok auf. Dieser dringt in ene Kleinstadtidylle ein und verbreitet Pest und Tod, bis sich eine Frau opfert und den Spuk des Untoten beendet. Obwohl es inzwischen Hunderte von Verfilmungen von Stokers Roman gibt, gilt Murnaus „Nosferatu“ als eine der besten.
Die rumänische Komponistin Violeta Dinescu hat für diesen Stummfilm nun ihrerseits eine neue Musik für Bläser, Schlagzeug und Klavier geschrieben. Zusätzlich öffnet sie elektronisch Hallräume immer dann, wenn die weibliche Hauptfigur, Ellen Hutter, von unheilvollen Traumvisionen gequält wird.
Diese Frau opfert sich, um „Nosferatu“ den Sonnenaufgang vergessen zu lassen und damit dem Spuk des Untoten ein Ende zu setzen. Sie wird musikalisch zur Gegenspielerin des Vampirs: Unter dem schrillen Aufschrei einer Schalmei zerbröckelt dieser am Ende im Sonnenlicht zu Staub.
Violeta Dinescu (*1953) studierte am Konservatorium Ciprian Porumbesu in Bukarest Komposition und Klavier und ist heute Professorin für Angewandte Komposition in Oldenburg. Bei ihrer Suche nach einer neuen passenden Klangwelt habe sie die Grundstruktur des Films aufgenommen: „Seine visuelle Sprache ist in ihren Zusammenhängen von jener Art, wie sie auch für musikalische Strukturen charakteristisch sind. Murnau ist es so gelungen, eine Korrespondenz zwischen sichtbaren und unsichtbaren Elementen des Films zu kreieren.“

ENSEMBLE TRIO CONTRASTE
Das Ensemble wurde 1983 gegründet. Seither gibt dieses jährlich in Rumänien und im Ausland mehr als 40 Konzerte. Alle drei Mitglieder des Trio Contraste haben gleichermaßen eine solistische Karriere mit Aufführungen klassischer Musik, wenn sie jedoch zusammen spielen, ist ihr Hauptziel die Verbreitung der rumänischen zeitgenössischen Musik. Der größte Teil im Trio-Repertoire wurde ihm von vielen wichtigen rumänischen Komponisten wie Anatol Vieru, Aurel Stroe, Myriam Marbe, Stefan Niculescu, Nicolae Brandus, Octavian Nemescu, Corneliu Dan Georgescu, Eugen Wendel, Lucian Meţianu, Doina Rotaru, Violeta Dinescu, Maia Ciobanu, Sorin Lerescu, Dan Dediu, George Balint, Petru Stoianov, Irinel Anghel, Diana Rotaru und anderen direkt gewidmet.

Das Trio erhält ständige Einladungen zum jährlich im Mai stattfindenden Internationalen Festival für Zeitgenössische Musik in Bukarest. Es hat außerdem an vielen internationalen Festivals wie East-West – Amsterdam (1991), Contemporary Music Festival – Huddersfield (1993), Nueva Musica – Bogota (1993), Musicarama – Hong-Kong (1995) Piano Plus Festival – Bamberg (2001), Zeit fur Neue Musik – Bayreuth (2001), George Enescu Festival – Bukarest (2003, 2007, 2009, 2011, 2013), Culture Escape – Schweiz (2007), Stockholm New Music – Schweden (2008), Neue Musik Festival Krakau – Polen (2008) mitgewirkt. Das Trio Contraste erhielt den Preis des rumänischen Komponisten- Verbandes (1986) und wenige Jahre später (1990) einen Stipendienpreis bei den Tagen für Neue Musik Darmstadt. 2009 wurde das Trio Contraste vom rumänischen Komponisten-Verband für seine Verdienste um die zeitgenössische rumänische Musik ausgezeichnet. Das Trio wurde oft zu rumänischen Rundfunksendungen eingeladen, es wurden Produktionen beim Deutschlandfunk, dem WDR, dem Bayerischen Rundfunk, der Société de Musique Contemporaine Lausanne und Radio Swiss 2 aufgezeichnet. Ebenso gab es zahlreiche Fernsehsendungen und CD-Aufnahmen.

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