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Zukunftsentscheidung für Feudenheim

Freude über Neubau an Johanneskirche. Verhaltener Optimismus zu Epiphaniaskirche

 

 

Zukunftsentscheidung für Feudenheim

(19.05.15) Auf dem Gelände der Johanneskirche im alten Stadtteil wird als Neubau ein Gemeindehaus mit Kita entstehen. Die Abrisspläne für die Epiphaniaskirche „sind aktuell vom Tisch“, gab Dekan Ralph Hartmann bei einem Pressegespräch bekannt. Der Stadtkirchenrat hat in seiner Mai-Sitzung die Weichen für die Gemeindeentwicklung in Feudenheim gestellt.

Neubau an Johanneskirche: Freundlich, einladend und auf der Höhe der Zeit

Das stark renovierungsbedürftige Bonhoeffer-Haus an der Johanneskirche wird durch einen Gemeindehaus-Neubau mit integrierter Kita ersetzt. Für das neue Ensemble wird ein Architekturwettbewerb ausgelobt, mit Baubeginn ist ab 2017 zu rechnen. „Wir wollen dort Räume, die freundlich, einladend und auf der Höhe der Zeit sind“, sagt Hartmann. Die Investitionskosten von mehr als 4 Mio Euro werden durch Grundstücksverkäufe (ein Streifen des derzeitigen Bonhoeffer-Geländes sowie Verkauf von Epiphaniashaus, Pfarrhaus und Kita samt Fläche) erwirtschaftet. 1 Mio Euro trägt die Bezirksgemeinde Mannheim. Erst wenn das neue Gemeindehaus samt Kita mit ihren vier Ganztagsgruppen fertiggestellt ist, erfolgt der Abriss von Pfarr- und Gemeindehaus samt Kita auf dem Epiphaniasgelände.

Epiphaniaskirche: Dankbar und verhalten optimistisch

„Der Förderverein hat einen erheblichen Anteil daran, dass sich für die Epiphaniaskirche eine positive Perspektiv eröffnet“, sagte Hartmann voller Wertschätzung für das Engagement aus dem Stadtteil. Der Verein „Förderer an Epiphanias Feudenheim e.V.“ hatte eine Projektskizze zum Erhalt der Kirche eingereicht. Sie sieht eine Nutzung als Kulturkirche vor, wie Vereinsvorsitzender Dr. Werner Besier vorstellte. Mit der Grundsanierung wolle der Verein schnellstens beginnen. Die dauerhafte Sanierung sei damit aber noch nicht gesichert. Hier zeigen sich noch offene Punkte, denn gemäß Beschluss des Stadtkirchenrats stellt die Bezirksgemeinde angesichts des mannheimweiten Sanierungsstau von 21 Mio Euro und der gesamtgemeindlichen Situation in Feudenheim keinerlei finanzielle Mittel für die Sanierung der Epiphaniaskirche zur Verfügung. Der Verein hofft, die Gesamtsanierung durch Einwerben weiterer Spenden und durch Kostenreduzierung realisieren zu können. „Wir sind am Anfang eines guten Weges, doch im Trockenen ist das Thema noch nicht“, gibt Hartmann zu bedenken. Nun gilt es, ein Konzept mit einer tragfähigen Trägerkonstellation zu gestalten, an der sich die Bezirksgemeinde ebenso beteiligt wie an späteren Bewirtschaftungskosten. Doch bevor das Konzept nicht seht, könne mit den Sanierungsarbeiten nicht begonnen werden. „Wir haben die Hoffnung, die Rettung der Kirche hinzubekommen“, sagt Hartmann.

Die Aussicht, dass die Epiphaniaskirche erhalten bleiben könne, sei „eine gute Nachricht für die Gemeinde“ betont Ältestenkreisvorsitzende Dorothea Horz gemeinsam mit Pfarrerin Dorothee Löhr. Vor allem sei die Perspektive des Neubaus an der Johanneskirche, der schon seit vielen Jahren im Gespräch ist, „ein wichtiges Signal für die Gemeinde“, so Horz.

Hintergrund Epiphaniaskirche
Seit 2014 die massiven Bauschäden an der Epiphaniaskirche deutlich wurden, wird über die Zukunft der denkmalgeschützten Feudenheimer Betonkirche (Baujahr 1963-65) diskutiert. Die Überlegungen stehen im Kontext der Gemeindeentwicklung und der notwendigen Gebäudekonzentration in Feudenheim. Dort sind die Johannes- und die Epiphaniaskirche jeweils mit Pfarrhaus und Gemeindehaus mit Kita ausgestattet sind. Zu viel Fläche, zu hohe Kosten! Im November 2014 stellte Dekan Hartmann auf der Gemeindeversammlung zwei Varianten der Gebäudeoptimierung vor, die jeweils die Aufgabe der Epiphaniaskirche vorsahen. Gleichzeitig wurde ein Moratorium gesetzt und die Bürgerschaft aufgefordert, tragfähige Nutzungs- und damit Erhaltungskonzeptionen einzubringen. Ein Vorschlag wurde eingereicht: Der im Januar 2015 gegründete Verein „Förderer von Epiphanias Feudenheim e.V.“ setzt sich mit konzeptionellen Überlegungen und einer Spendenzusage der Horst- und Eva Engelhardt Stiftung in Höhe von 1,2 Millionen Euro für den Erhalt der Kirche ein. Foto: Hans-Georg Merkel (dv)

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