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Investor für das Epiphaniasgelände

Pressemeldung der Pressestelle der Evangelischen Kirche in Mannheim
vom 31.05.2019

Pläne s. unten

Ökologisch, ästhetisch, bezahlbarer Wohnraum

Investorenwettbewerb Epiphanias-Areal Feudenheim: 1. Preis für ökologisch ausgerichtetes Ensemble des Architekturbüros Storch und Federle in Verbindung mit Evangelische Pflege Schönau

(31.05.19, Mannheim) Beim Investorenwettbewerb zur Bebauung des Areals an der Epiphaniaskirche in Feudenheim hat der Entwurf des Mannheimer Architekturbüros Storch und Federle in Verbindung mit dem Investor Evangelische Pflege Schönau den mit 13.500 Euro dotierten 1. Preis erhalten. Der Entwurf sieht ein ökologisch ausgerichtetes Ensemble mit 30 Mietwohnungen vor. Die Wettbewerbsbeiträge sind bis 7. Juni im Epiphaniashaus für die Öffentlichkeit ausgestellt. „Dieses Projekt wird weit über die Stadt hinaus für Aufsehen sorgen“, ist sich Projektleiter Steffen Jooß von der Evangelischen Kirche Mannheim sicher.

In einem, so Klaus Elliger, Jurymitglied und Fachbereichsleitung Stadtplanung Mannheim, „mustergültigen“ Wettbewerbsverfahren der Evangelischen Kirche Mannheim hat eine Fachjury die neun Einreichungen bewertet. Zum Zuge gekommen ist nicht die Planung mit dem höchsten Verkaufserlös für das Gelände, sondern der Entwurf, der architektonisch am stärksten überzeugte: Die Planung des Büros Storch und Federle sieht zwei Baukörper vor, die so auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Gelände platziert sind, dass alle Bäume erhalten bleiben können. Beide Gebäude sind Wohnbebauung, wobei der an der Andreas-Hofer-Straße gelegene Bau zusätzlich eine zweigruppige Kita und einen multifunktional nutzbaren Raumbereich umfasst. Die Baukörperausformung erfolgt in bewegter Form und in Holzkonstruktion, bei der auch die Haustechnik mit Photovoltaik-Dach und E-Ladestation den ökologischen Anspruch umsetzt, ein nahezu klimaneutrales Haus zu errichten. Die Ästhetik orientiert sich nicht an den umliegenden Stadtvillen oder der 1960er-Architektursprache der direkt angrenzenden Epiphaniaskirche, sondern entwickelt einen „unverwechselbaren Ausdruck“, so die Jurybegründung, „der seine Kraft aus einer eigenen Formensprache entwickelt“.

Die Zukunft urbanen Bauens – ökologisch und sozial

„So sieht die Zukunft urbanen Bauens aus“, betonte Projektleiter Jooß am 31. Mai im Pressegespräch, „und ich freue mich, dass sie sich mit unseren kirchlichen Werten deckt: Durch das nachhaltige Baumaterial tragen wir zur Wahrung der Schöpfung bei, die Haustechnik wirkt umweltschonend, wir bauen ästhetisch hochwertig und planen durch bezahlbaren Wohnraum sozial verantwortungsvoll.“ Der Preisträger-Entwurf übersteige die Erwartungen „deutlich“. Das betonte auch Jurymitglied Elliger: „Laut Ausschreibung sollte die große Kastanie auf dem Gelände erhalten bleiben. Nun bleiben alle Bäume stehen. Und es entsteht 50 Prozent bezahlbare Mietwohnungen anstelle der in der Ausschreibung geforderten 30 Prozent“.

Dorothea Horz, Vorsitzende des Ältestenkreises, freut sich über die gelungene Umsetzung dieser „schwierigen und komplexen“ Gesamtanforderung. Pfarrerin Dorothee Löhr schätzt die gelungene Einbindung der Kulturkirche Epiphanias in das Ensemble. Jurymitglied Werner Besier von der Epiphanias-Kulturkirche zeigte sich „außerordentlich zufrieden mit dem Entwurf“. Das Büro Storch und Federle baut seit den 1990er Jahren in Holz. In dem Investor Evangelische Pflege hat es einen Partner gefunden, dem soziales Engagement und Holzbauweise gleichermaßen wichtig sind.

 

Die nächsten Schritte

Bevor an Epiphanias gebaut werden kann, muss erst das neue Gemeindehaus an der Johanneskirche bezugsfertig sein. Außerdem stehen noch der Bebauungsplan-Beschluss des Gemeinderats und die Entscheidung des Stadtkirchenrats aus. Mit der Fertigstellung des Gemeindehauses an der Johanneskirche wird in zwei Jahren gerechnet.

Hintergrund: Auf dem Areal an der Epiphaniaskirche soll ein etwas mehr als 3000 Quadratmeter umfassendes Areal entwickelt werden. Dazu hatte die Evangelische Kirche Mannheim bereits einen offenen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, auf den nun als zweiter Schritt ein Investorenwettbewerb folgte. „Durch diese Kombination von Planer und Investor sind die beiden maßgeblichen Mitgestalter bereits im Vorfeld der Umsetzung ein Team“, erläutert Projektleiter Steffen Jooß. „Dadurch können wir effektiv vorgehen“. In der Preisgerichtssitzung vom 25. Mai hat sich die Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Kirche Mannheim, der evangelischen Gemeinde Feudenheim, der Stadtplanung Mannheim, der Badischen Landeskirche und Architekten für den Beitrag des Mannheimer Büros Storch und Federle in Verbindung mit dem Investor Evangelische Pflege Schönau entschieden. Eingereicht waren neun Beiträge von Architekturbüros überwiegend aus der Region mit auch überregionalen Investoren. Die in der Wettbewerbsauslobung gesetzten Kriterien sind der städtebauliche Kontext, Einbindung in die Umgebung, die architektonische und freiräumliche Qualität, der Nutzungsmix, das Erschließungs- und Verkehrskonzept, die Fassadengestaltung und die Entwicklungsfähigkeit der Idee. Dieser Investorenwettbewerb steht in direktem Zusammenhang mit konzeptionellen und gebäudlichen Veränderungen im alten Teil von Feudenheim, wo an der Johanneskirche ein neues Gemeindehaus mit einer fünfgruppigen Kindertagesstätte entsteht.

Der mit 9.900 Euro dotierte 2. Preis ging an Studio SF und Bamac GmbH, den mit 6.600 Euro dotierten 3. Preis erhielten tillschweizer/co, Marcel Heller, MH Architektur, gornik denkel landschaftsarchitektur und EYEMAXX Real Estate AG.

Info: Die Wettbewerbsergebnisse werden der Öffentlichkeit eine Woche lang im Epiphaniashaus präsentiert. Am Sonntag 2. Juni, von 12.30 – 14 Uhr mit u.a. Patrick Eichhorn, Leiter Bau und Liegenschaften, Evangelische Kirche Mannheim, sowie Montag, 3. Juni bis Freitag, 7. Juni von 18 bis 19 Uhr. (dv)

Bildunterschrift: Thomas Federle und Karin M. Storch am Modell von Feudenheim: Ganz im Vordergrund rechts neben der grünen Wiesenfläche ist ihr ausgezeichnetes Modell für die künftige Bebauung des Epiphanias-Areals. Foto: de Vos

 

 

 

 

Ansicht Andreas-Hofer-Straße

Grundriss EG

Wohnbereich 01

Wohnbereich 02

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