Matthäusgemeinde Mannheim

Evangelische

Gemeinde Feudenheim

in Mannheim

Impulse und Neuigkeiten

Impuls |20. November 2020

Gedanken zu Lukas 16, 1-8

Gedicht zum Predigttext (Lukas 16,1-8) von Ulrike Krumm

Das Gleichnis vom gerissenen Haushalter

Von seinem Chef zu Recht entlassen,
steht ein Verwalter vor dem Aus,
doch schnell gelingt‘s ihm, sich zu fassen,
er macht für sich das Beste draus.

Wovon soll er in Zukunft leben?
Von Landarbeit? Vom Betteln gar?
Für ihn wird‘s einen Ausweg geben,
so trickreich, wie er immer war:

Er wird die Leute her zitieren,
die bei dem Chef verschuldet sind,
wird jeden Schuldschein schlicht halbieren,
bei allen macht er sich lieb Kind.

Dann kann er stets bei ihnen wohnen,
wenn ohne Arbeit er und Brot,
sie werden ihm den Schwindel lohnen,
er leidet niemals wirklich Not.

Der Herr, den er doch sehr geschädigt,
hat ihn gelobt für seine Tat,
weil er so klug den Fall erledigt
und Freunde sich geschaffen hat.

Das allerdings ist unwahrscheinlich,
so reagiert kein Chef der Welt,
die Chefs sind sonst doch eher kleinlich,
denn schließlich geht es um viel Geld.

Vielleicht ist das hier die Pointe,
dass Mammon immer Unrecht birgt,
weshalb man dem Verwalter gönnte,
dass er ein Freundschaftsnetz sich wirkt.

Im Gleichnis, sagt man, spricht der Herr,
damit die Botschaft nicht so schwer
zu hören und zu deuten ist
und man sie nicht so schnell vergisst.

Doch dieses Gleichnis ist vertrackt.
Ich glaube, niemand weiß exakt,
was Jesus damit sagen wollte,
ob es uns gar verwirren sollte?

**********

...auf jeden Fall scheint aber bei Gott für uns alle am Ende nicht nur die ausgeglichene Kassenlage sondern auch Vergebung und Barmherzigkeit wichtig zu sein!

Das wünscht Ihnen in diesen Tagen Ihre

Dorothee Löhr, Pfarrerin

Zurück